Lehrer und Kantor | Vilcsek Gyula Alapítvány

Lehrer und Kantor

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Heute ist 02.Januar 2019

– vor 166 Jahren, am 27. März ist Julius Vilcsek in Esztergom (Gran, Ostrichon) geboren.

 

Gemeinde KISMAROS   -   Grundschule Namens VILCSEK GYULA

 

Gemeinde Kismaros befindet sich in der Donaukurve, am linken Ufer von Donau, in Ungarn. Der Namen stammt aus lateinischem Wort "Mures" dessen Bedeutung ist: kleine, am Fluß liegende Siedlung. Auf der Landkarten aus dem Jahr 1781 ist schon dieser Namen zu finden. Die ersten Ansiedler nach der Türkenzeit in Ungarn sind unter der Herrschaft Königs Karl III., und der Königin Marie Theresie, aus heutigem Deutschland, aus der Gegend von Mainz, Köln, Ulm gekommen (1732-1787). Für die Gründer-Neubauern zugeteiltes Land besaß 750 Hektaren, auf der Stelle des heutigen Dorfes. In mit dieser Ansiedlung auferstandenem, neuen Dorf war schon im Jahre 1773 Peter Ruff als Lehrer ernannt. Daneben hatte er auch die Diensten des Dorfnotars und des Glöckners erfüllt. Das Unterricht führte er in eigener Wohnung, deutsch. Später hat die Gemeinde das Unterrichts-stätte unter Hausnummer 15-17. der heutigen Kossuth Straße errichtet. In der Zeit der Revolution, um 1848 war der Schulmeißter der Gemeinde ein gewisser Lehrer Heizinger. In der Zeit der Unterdrückung nach dem Fall der Revolution, in so genannter Bach-Periode war der Lehrer János Kovács, und nach der Konsolidation unterrichtete die Kinder des Dorfes Ignác Bárány. All’ diese Zeiten lebte das Dorf hauptsächlich von Weinbau und teilweise Gartengemüsen. Die von dem Land erworbene landwirtschaftliche Produkten wurden Nach Österreich und Süd-Deutschland geliefert.

 Nach der Konsolidation im 1867 hat sich das „Ungariesieren” auch in diesem Dorf begonnen, wobei unter anderem sehr große Rolle die Tätigkeit des Lehrer-Direktors, Gyula Vilcsek spielte.

Vilcsek Gyula (Julius Vilcsek) war am 27. März 1853. in einer bürgerlich lebenden Familie, in Esztergom, der Primasstadt von Ungarn geboren. Sein, von polnischen, tschechischen und slowakischen Ahnen stammender Vater, Antonius Viltsek (1824. március 23 - 1887. november 4., Esztergom) war „manicarius” – Feinhandschuhmacher, die Mutter, die ältere auf 14 Jahren Ihrem Mann Anna Krachl kam von der alten deutschen Familie in Gran (Esztergom). Wahrscheinlich hat auch die große Altersunterschied zwischen der Ehepartnern eine bedeutende Rolle darin gespielt, daß die Ehegatten kein Kinder mehr während 14 Jahren Ihres Zusammenlebens bekommen hatten. Die Mutter war im Jahre 1865 verstorben. Nach dem Verlauf des Witwenjahres der Vater heiratete erneut, diesmal hat er eine aus Liptau stammende, 16 Jahren ihm jüngere Braut, Zsuzsanna Pecho genommen. Aus dieser Ehe sind weitere 7 Kinder geboren, aus welchen nur drei den Erwachsenenalter erreicht haben. Das letze in der Reihe Kind, im Jahre 1882 totgeborenes Mädchen hat auch die Frau mit in den Tod genommen. Der wieder verwitwete Vater hat diesmal nicht das Witwenjahr ausgewartet, schon im Juni hat er sich mit der damals 31-jährigen Witwe, Karolin Rabovszky verheiratet.

Der früh, schon in seinem 12 Jahren Alter zum Halb-waisenkind gewordene Gyula Vilcsek war schnell dazu gezwungen, sein eigenes Leben selber zu gestalten. Nach Absolvierung des Hauptgymnasiums der Benediktinern mit kaum 15 Jahren begann er seine Studiumsjahren an dem von der katholischen Kirche im Jahre 1845 im Esztergom gegründeten Lehrerseminar. Nach erfolgreicher Beendung des Seminars im Jahr 1870, begann er seinen Lehrberuf in der Volksschule von Gúta (heute: Kolárovo - Slowakei), einer Stadt im Csallóköz-bezirk des Komitats Komarom, nordwestlich von Esztergom. Im Jahre 1872 hat er in Győr (Raab) an Hauptlehrer-weiterbildungskurse erfolgreich teilgenommen, und gleich danach hat er sich um die Lehrerstelle (genauer Schuldirektor-Lehrer und Kantor) der staatlichen Schule des Kleindorfes Kismaros im Donaukurve erworben. Er hat die Stelle bekommen.

Es sollte nicht so viel Zeit vergehen, um dem jungen Lehrer den Hals zu verdrehen: im 1873 (1873. június 2.) heiratete er, nahm zu Gattin ein Dorfmädchen Namens Anna Éberli, 18 Jahre alt (die Tochter von Jakab Éberli und Terézia Néder). Die Ehe war auf lange Jahre geschloßen und war auch fruchtbringend. In der Familie des Herrn Lehrers kamen 8 Kinder zur Welt, leider von welchem nur vier haben den Erwachsenenalter erreicht (Elisabetha Berta (1876-1956) mit Gatte Ferenc Nyilas-Nikischer; Gyula Antal (1877-1965); Béla Lajos (1879-1953) und Géza Károly (1881-1963). {Hier melden sich wieder „die magische Wilczek-Zahlen” 8 = 4 + 4. Nach allen unseren Angaben aus der Matrikeln der Vater, der Großvater, auch noch der Ur-Großvater von Gyula Vilcsek hatten je 8 Kinder zur Welt gebracht, doch bei jedem waren davon 4 schon in der Kindheit verloren.}

In Zeit der Ernennung zum Lehrer-Direktor von Gyula Vilcsek hat auch im allgemeinem die Lehre der ungarischen Sprache in der Minderheitsschulen landesweit einen größeren Schwung bekommen. Dem am besten entsprach hier in Kismaros, in hiesiger schwäbischen Umgebung die Mentalität, Verpflichtung und Pflichtbewußtsein des jungen Lehrers. In der ersten Jahren seiner Lehrtätigkeit ging die Erzieherisch-unterrichtsarbeit in seiner Schule deutsch, aber dann immer mehr auf ungarischer Sprache. Nach Erzählung seiner, im Jahre 2012 verstorbene Enkelin, Márta Wilczek, der Großvater, unser Ur-großvater hat sich daneben auch in der französischen, slowakischen und lateinischen Sprachen auf einem Gespächs/Unterrichtsniveau geübt.

Er unterrichtete ein Haufen von Kindern in einem Raum. Im 1905 waren 130 Kinder unter seiner Beobachtung in der Schule von Kismaros. Das Unterricht dauerte ab 8 bis 18 Uhr, mit kleiner Mittagspause. Donnertags beschäftigte er sich mit der von der Schule mit irgendwelchen Gründen weggebliebenen Altern in Rahmen Nachbildung. Mehrmals in der Woche war er auch als Privatlehrer tätig, manchmal wanderte zu Fuß ins Nachbardorf Nógrádverőce über, zu seinen Lehrlingen. Nebenbei hatte Gyula Vilcsek auch die Aufgaben des Kantors beim Kirchenchor und auch des Postmeisters erfüllt, und falls es nötig war, stellte sich mit juristischer Beratung für Dorfbewohner zu Verfügung.

 

Im Werk von Dr.Gusztáv Rixer "Kismaros in der Strömung der Zeit" aus dem Jahr 1995 liest man: " Das Grundwerk von Otto Míves über Kismaros in ganzem Kapitel erinnert sich über Lehrer-Direktor Gyula Vilcsek. Nach der Konsolidation im 1867, sehr jung begann er seine Tätigkeit in Kismaros. Am Anfang unterrichtete er deutsch, aber ab Ende der 1870-er Jahren schon auch ungarisch. In dieser Zeit besuchten unsere Großeltern die Schule. Für diese, in der Zeit der Konsolidation auf Welt gekommene Altersklassen war  er der Mensch für alles. Ausser die Pflichten des Lehrers zu erfüllen war er der Postmeister, der Kantor, und wenn irgendwer im Dorf Problemen mit dem Ausweg von Labirynthen der Bürokratie hatte, Gyula Vilcsek war immer vorhanden, um Hilfe zu leisten. Welcher er als Volkslehrer war – damals nannten diese „Tagelöhnern” der Nation so – soll ich nur einen Daten erwehnen: in seine unaufgetrennte Schulkasse gingen täglich 130-140 Kinder, welche auch aus Nógrádverőce."

Von der Gründung durch die Lehrern des Bezirks am 24 Juli 1874 im Diósjenő des zivilen „Nógráder Bezirkskreises der Lehrer” war Gyula Vilcsek Mitglied, dann Notar, und ab 1894 Vorsitzende des Vereins. In Rahmen der Tätigkeit des Lehrervereins hat Gyula Vilcsek manchmal Vorträge gehalten, Schau-unterrichtsstunden organisiert, Auflesungen an der Sammlungen des Vereins gemacht. Hier hat er auch die von ihm erfundene Rechnermaschiene vorgestalten.Leider ist der Originale verloren gegangen.

 

Frau Zoltánné Varga schreibt im 1987 in ihrem Werk "Die Lage der deutschstammenden Bevölkerung in Kismaros in Jahren ab 1930 bis 1945": "Im Vorgang der Ungarisierung der Bevölkerung spielten deutliche Rolle die zwingende Umstände der Zeit … und nach der Meinung der „heutigen Alten” auch der Lehrer, vor deren Grabmal noch heute die alte Schülern mit Verehrung still halten. Gyula Vilcsek kam im Jahre 1872 ins Dorf und als pedagogischer Ziel setzte er die Veränderung der patriotischen Auffassung der Dorfbewohnern vor sich. Während meiner Sammlerarbeit, auf die Frage, warum im Kismaros sich keine Volksbund-organisation bildete, bekam ich von einem älteren Mann den empörten Antwort: im Sinne Vilcseks konnte das nicht sein! (obwohl in dieser Zeit war Herr Lehrer lange nicht mehr am Leben). "

 

In direkter, aber auch in ferner seiner Umgebung war der Herr Direktor Gyula Vilcsek über seine Pünktlichkeit, Strengheit und Gerechtigkeit berühmt. Eigene Lehrarbeit hat er als Dienst in der Volksbildung aufgenommen und alle Aufgaben wurden von ihm mit voller Hingabe und mit hochgradiger Verpflichtung erfüllt. Sowohl in seiner Familie, als auch von der Mitarbeitern erforderte er die gleiche Stellungnahme. Seine Frau, geborene Anna Eberli organisierte für die Frauen Aufklärungskurse über Gesundheitsfragen, Kuchentechnik und Haushaltswesen. Herr Lehrer hat neben seiner täglichen Lehrarbeit, erzielend ein besseren Zusammenhalt der  dörflichen Familien und Erhöhung der patriotischen Gefühlen Chore-, Aufklärungs- und Theater-vostellungen organisiert. Um seine eigene Beratungsarbeit zu verbessern, bemühte sich um verschiedene Fachleute aus eigenem Bekanntenkreis an die Dorf-versammlungen einzuladen, womit die Leute noch bessere Hilfe erhalten hatten.

Die Verwandlung des Herrn Lehrers in einen Bürger von Kismaros hat sich durch Erbau des dritten im Dorf bürgerlichen Hauses als sein Zuhause im Jahre 1903 gekennzeichnet. Das Haus, ab dem 158. Geburtstag seines Erbauers auch mit einem Gedenktafel gekennzeichnet, steht bis heute unter Szokolyai Str. 2. in Kismaros. Nach 45 Jahren Lehrarbeit und Volksbildung war er ins Rente gegangen, aber von dem Gesellschaftsleben des Dorfes trennte er sich nie in seinem Leben.

 Die von Gyula Vilcsek vollendete volksbildende, menschenformende und Lehrarbeit ließ tiefen Spuren nicht nur in seiner ehemaligen Schülern hinter sich, sondern machte sich auch bei der Führungsstellen des staatlichen Unterrichtswesen merkenswert. Nach der Unterbreitung des Ministers für Volksbildung und Religionswesen, der Ministerrat der Monarchie an einer von seiner letzteren Sitzungen unter dem Nummer 1918.09.28./(28.ülés) 52. entschließ  über die Verleihung des Goldenen Verdienstkreuzes des Franz-Joseph-Ordens für Herrn Gyula Vilcsek, Schuldirektor im Ruhestand von Kismaros. Mit dieser Verleihung wurde seine Arbeit in Umformen der Dorfbewohnern zu patriotisch denkenden ungarischen Staatsbürgern anerkannt. Es ist Ihm zu danken, daß am Jahrhundertswende der ¾ Teil der Dorfbewohner sich als Ungarer erklärt hatte. Den von dem letzten ungarischen König noch vor dem Sturz des Königreiches in Ungarn erworbenen Verdienstkreuz schätzte der Altdirektor Vilcsek sehr hoch, sogar auf seinem Trauerschein ist darüber geschrieben (siehe Photo auch).

 

 Er starb in seinem einundachzigstem Lebensjahr, am 9. Januar 1934. im Kismaros in seinem Zuhause im Kreis der Famile. Die Gefährte seines schöpferischen Lebens, Anna Eberli folgte ihm nach 3 Jahren. Das Familiengrabmal steht am Friedhof von Kismaros.

 

Im Jahre 1975 mit oberen Beschluß waren Nógrádverőce und Kismaros zu einem Dorf – Verőcemaros - vereint. Damit verlor Kismaros auch das Recht der Führung der 5-8sten Schulklassen - in die fünfte Klasse und höher sollten die kismaroscher Kinder nach Verőce pendeln. Ab 1-sten Január 1990. wurde Kismaros wieder unabhängiges Dorf, getrennt von Verőce. Im September selber Jahres bekam das Dorf die Möglichkeit auch eine eigene, unabhängige 8-klassige Grundschule zu formen.

Die erneute Grundschule am 21. Dezember 1990 hat den Namen des Altdirektors aufgenommen – Vilcsek Gyula Általános Iskola (Grundschule Namens Gyula Vilcsek). Die Schülern der Schule auch heute mit Verehrung schaffen sich um das Grabmal des Namengebers, des ehemaligen, langjährigen Lehrer-Schuldirektors. Die Schule beweist sich, entwickelt sich Jahr zu Jahr, immer mehr Mitschüler kommen zu aus der Nachbardörfer, wie Szokolya und Verőce.

 

Die „Fundation Gyula Vilcsek”

 

Die Abkömmlinge von Gyula Vilcsek, die drei Urenkelkinder – Béla Vilczek, Gyula (Vilcsek) Nagy, Levente Wilczek-Nagy – und die Ur-ur-enkelkinder – dr.Balázs Vilczek, Áron Vilczek, Dániel Nagy, Diána Nagy und Mónika Wilczek-Nagy – haben am 8. November 2008. Jahres die „Fundation Gyula Vilcsek” gestiftet.

Als Ziel der Gründung wurde von Begründer festgestellt:

  • die Pflege und Wartung der Erinnerung und der Spiritualität ihres Vorfahrens, des Lehrer-Schuldirektors, Gyula Vilcsek;
  • die Förderung der Einführung modernster Unterrichtsmethoden in der Schule von Kismaros;
  • Beihilfe leisten für jede Anregung, die die Erhöhung der Niveau des Unterrichts in der Schule zum Ziel hat;
  • die Pflege der Talenten unter der Schülern, Hilfe zur Organisation alle Programmen für Weiterbildung, für reichen Freizeitsprogrammen der Schulkindern;
  • Hilfe leisten für die mit Not bezeichneten Schülern;
  • Hilfe für die Kontaktaufnahmen mit anderen Grundschulen sowohl in Ungarn, als auch über die Grenzen.

Im schon mehr als 10 Jahren seines Daseins die Fundation hat weit über zwei Million HUF für diese Ziele eingewendet.

Ausser materiellen Hilfe hat die Fundation einen „Gyula Vilcsek Preis” geschafft für den besten Schüler/Schülerin jedes Jahres. Zu der Vilcsek-Medaille gehört auch ein Diplom und ein bestimmte Geldsumme auch. Die erste Ausgezeichnete des Vilcsek-Preises beendete schon ihre Studiums in Lehrerbildung.

 

Im Jahre 2011 hat die Fundation einen Gedenktafel auf der Wand des Heimathauses Gyula Vilcsek aufgebracht. Seit dem, in jedem Jahr, vor dem Dorffest am 15-ten März wurden zu dem Gedenktafel Ehrenkranzen von der Fundation, der Schule und der Dorfmuseum versetzt. Der Vilcsek-Preis wird an der Festbühne von dem Vertreter der Fundation und einem Representant der Vilcsek-Familie dem Ausgezeichneten überreicht.

02. Januar 2019.    Levente Wilczek-Nagy